Ein verbreitetes Merkmal des modernen westlichen Christentums ist der „private Glaube“ — die Überzeugung, dass Ihre Beziehung zu Gott persönlich und daher auch einzeln ist. Sie können die Bibel allein lesen, allein beten, allein anbeten und allein wachsen. Die Gemeinde ist optional oder nützlich, wenn es passt.
Die Schrift stützt das schlicht nicht. Das Neue Testament wurde an Gemeinschaften geschrieben, nicht an Einzelpersonen. Die „einander“-Gebote erscheinen über 50 Mal. Man kann einander nicht lieben, einander nicht ermutigen, einander nicht bekennen, einander nicht die Last tragen oder einander anspornen — allein.
Die Architektur der Jüngerschaft
Jesus zog keine Jünger durch Einzelgespräche groß. Er bildete eine Gemeinschaft von zwölf. Paulus gründete Gemeinden, keine Andachtsgewohnheiten. Die Metaphern für die Gemeinde — Leib, Familie, Hausgemeinschaft, Tempel — setzen alle gegenseitige Abhängigkeit voraus. Ein Körperteil, das nicht mit dem Körper verbunden ist, lebt nicht.
Was man allein nicht bekommen kann
Es gibt Dinge, die Gemeinschaft kann, die Einsamkeit nicht kann: Sie zeigt Ihnen, wo Ihre blinden Flecken sind. Sie gibt Ihrem Glauben etwas Konkretes zu lieben (nicht nur abstrakte Konzepte). Sie gibt Ihnen Menschen, denen Sie dienen können. Sie bringt Sie in Kontakt mit Menschen in anderen Phasen als Sie, was Sie demütig und hoffnungsvoll hält.
Eine Gemeinde finden
Wenn Sie keine Gemeinde haben, beginnen Sie mit dem, wozu Sie sich verpflichten können: regelmäßig hinzugehen. Gemeinschaft wird über Jahre aufgebaut, nicht über Wochen. Beurteilen Sie eine Gemeinde nicht danach, was sie Ihnen bieten kann — beurteilen Sie sie danach, ob sie um das Wort, die Sakramente und eine verantwortliche Gemeinschaft herum strukturiert ist. Und bleiben Sie dann.
blog.posts.why-church-community-matters.content.5.text
blog.posts.why-church-community-matters.content.6.text
blog.posts.why-church-community-matters.content.7.text