Vergeben ist eines der am meisten missverstandenen Gebote im Neuen Testament. Menschen verwechseln es mit Vertrauen, Versöhnung oder so zu tun, als wäre der Schmerz nicht passiert. Nichts davon ist Vergeben. Und die Verwirrung lässt das Gebot unmöglich erscheinen.
Was Vergeben nicht ist
Vergeben ist nicht: zu sagen, dass das, was sie getan haben, in Ordnung war. Ihnen automatisch wieder zu vertrauen. Die Beziehung auszusöhnen. Zu vergessen, was passiert ist. Es erfordert keine Entschuldigung der anderen Person. Es bedeutet nicht, dass es keine Konsequenzen für das gibt, was sie getan haben.
Was es tatsächlich ist
Vergeben ist das Loslassen des Anspruchs auf Rache. Es ist eine Entscheidung — ein Akt des Willens — aufzuhören zu fordern, dass sie für das bezahlen, was sie Ihnen angetan haben. Deshalb sagt Paulus „gleichwie auch Gott euch vergeben hat in Christus“. Gott hat Ihnen nicht vergeben, weil Sie es verdient hätten. Er hat Ihnen vergeben, weil Jesus die Schuld bezahlt hat. Sie gewähren jemand anderem dieselbe Freiheit — nicht weil er es verdient, sondern weil Sie empfangen haben, was Sie nicht verdient haben.
Die schwierige Wahrheit über das Gefühl
Das Gefühl der Vergebung hinkt der Entscheidung meist hinterher. Sie müssen die Entscheidung möglicherweise hundert Mal treffen, bevor das Gefühl aufholt. Das ist normal. Es bedeutet nicht, dass Sie nicht vergeben haben. Es bedeutet, dass Vergeben ein Prozess ist, keine Transaktion.
Bei schwerem Schaden
Wenn Sie Missbrauch, Übergriffe oder schweren Verrat erlebt haben, verfolgen Sie bitte die Vergebung in Begleitung eines vertrauenswürdigen Beraters oder Pastors. Vergeben ist in ernsthaften Fällen ein langer Weg, kein einzelner Moment. Gnade ist für diesen Weg verfügbar — aber Sie müssen ihn nicht allein gehen.
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